Meine Oma

 

 

 

 

 

Bild: pixabay.com

Meine Oma

Meine Oma schaffte es immer, dass an Weihnachten die ganze Familie an einem Tisch saß. Und das ganz ohne Streit und Vorwürfe. Die Zeit verging wie im Flug, wenn wir bei ihr waren. Nach dem großen Festessen war sie es, die sagte: „Wollt ihr nicht mal was spielen?“ Und alle fanden das gut. Gemeinsam verbrachten wir diesen Tag. Einer der schönste Tage im Jahr.

Bis Weihnachten versüßte mir meine Oma die Adventszeit. Jeden Tag habe ich aufs Neue gewartet. Die Spannung war groß. Was hat sie diesmal für mich in die Adventskette gesteckt? Liebevoll hat sie sich Gedanken gemacht, was mir gut tut. Es waren nur Kleinigkeiten. Ein paar Süßigkeiten oder ein bisschen Geld. An den Sonntagen eine größere Kleinigkeit. Und doch steckte ihre ganze Liebe darinnen.

In Gedanken unter uns

Heute ist meine Oma nicht mehr da. Und trotzdem sitzen wir an Weihnachten alle gemeinsam am Tisch und spielen. Sie ist in unseren Gedanken unter uns. Und doch sind wir es, die dasitzen. Advent und Weihnachten. Für mich eine Zeit, die ich mit Menschen verbringen möchte. Zu Hause, in der Gemeinde und an vielen anderen Orten. Das möchte ich auch für meine Familie.

Die Autorin

Sandra Jang

Sandra Jang

Vikarin im Pfarrverband Elbe, Landeskirche Braunschweig

Pfarrverband Elbe